Die Versorgung einer Wunde muss immer unter Berücksichtigung von hygienischen Prinzipien erfolgen, eine Infektion der Wunde ist zu vermeiden bzw. eine Ausweitung zu verhindern. Treten Wundinfektionen auf, so können diese nicht nur zu Schmerzen, sondern auch zu einer (zum Teil erheblichen) Beeinträchtigung der Wundheilung führen. Es werden hierbei in der Regel zwei Verlaufsformen unterschieden: Primäre- und sekundäre Wundheilung.
Die Primäre Wundheilung kann bei allen nicht infizierten Wunden beobachtet werden. Dabei verkleben die Wundränder innerhalb weniger Tage nach einer Operation miteinander.
Die sekundäre Wundheilung ist gekennzeichnet durch eine verstärkte Narbenbildung, die Narbe kann nicht primär verschließen. Als Ursache können Infektionen, Quetschungen der Wundränder und andere, ähnliche Einflussfaktoren genannt werden. Um beispielsweise eine Infektion der Wunde zu vermeiden, sollte bei einem Verbandwechsel strikt darauf geachtet werden, dass Hände, Verbandstoffe und sonstige Gegenstände, die mit der Wunde in Berührung kommen können, aseptisch (keimfrei) sind. Eine Wunde sollte regelmäßig auf Rötung, Schwellung und Sekretabsonderung untersucht werden.