Als enterale Ernährung wird die künstliche Ernährung über den Magen-Darm-Trakt mittels einer Sonde bezeichnet (griesch. enteron = Darm). Diese Ernährung kann sowohl als Ergänzungsnahrung zur Vermeidung bzw. Behebung von Mangelerscheinungen, als auch zur kompletten Versorgung durchgeführt werden. Die Ursachen für einen solchen Eingriff liegen in Kau- und Schluckstörungen oder Störungen der Verdauung und Aufnahme von Nährstoffen (Resorption).
Kau- und Schluckstörungen, die eine enterale Ernährung notwendig machen, können vielfältige Ursachen haben. Hierzu zählen vor allem Erkrankungen im Mund- und Rachenraum, sowie der Speiseröhre (z.B. Tumorerkrankungen). Ebenso können Bewusstseinsstörungen und neurologische Erkrankungen (z.B. nach Schlaganfällen) eine künstliche Ernährung notwendig machen. Traumata aufgrund von Unfällen oder äußerlicher Gewalteinwirkung und Fehlbildungen (z.B. Skoliose) sind ebenfalls zu nennen. Auch Kieferchirurgische Eingriffe können eine kurzfristige enterale Ernährung erfordern.
Eine enterale Ernährung kann auch dann erforderlich sein, wenn die eigentliche Nahrungsaufnahme noch möglich ist, die Nährstoffaufnahme jedoch nicht oder nur unzureichend funktioniert.